Vereine im Flecken Diepenau weniger Wert als in anderen Gemeinden?

 

SPD-Forderung nach Gleichbehandlung mit dem Flecken Uchte und der Gemeinde Warmsen wird von Mehrheitsfraktion abgeschmettert...

Trotz des Antrages der SPD-Fraktion des Flecken Diepenau, die neue Vereinsförderrichtlinie so zu beschließen, wie sie schon jahrelang im Flecken Uchte und der Gemeinde Warmsen mit Erfolg existiert, wurde in der jüngsten Ratssitzung nur eine "abgespeckte" Variante beschlossen.

Die von der Verwaltung vorgeschlagene Richtlinie, die auch von Gemeindedirektor Reinhard Schmale befürwortet wurde, sah folgende Förderumfänge vor:

-eine Jugendförderung von 7 € pro gemeldeten Jugendlichen
-eine jährliche Grundförderung je nach Größe des Vereins von 150 € bis 1.000 €
-die Übernahme der Unterhaltungskosten der Sporthäuser und Plätze zu 100 %
-die Übernahme der Bewirtschaftungskosten (Energiekosten) zu 50 % der
nachgewiesenen Kosten
-auf Antrag eine Bezuschussung von 25 % bei baulichen Maßnahmen und Anschaffungen, wenn der Betrag der Grundförderung überschritten werde.

Darüber hinaus sollte gemäß dem SPD-Antrag der Jugendzuschuss auf 10 € erhöht werden.

Leider konnte die CDU-Mehrheitsfraktion auch durch schlüssige Argumente der SPD nicht davon überzeugt werden, dieser Richtlinie zuzustimmen und somit eine Gleichbehandlung der Diepenauer Vereine mit den Vereinen des Flecken Uchte und der Gemeinde Warmsen zu erreichen.

Gerade vor dem Hintergrund, dass der Flecken Diepenau aktuell, auf Grund des hohen Gewerbesteueraufkommens, finanziell sehr gut dasteht, war dies den vielen interessierten Zuhörern (überwiegend ehrenamtlich tätige aus den heimischen Vereinen) unverständlich. Insbesondere die Argumente einiger CDU-Ratsmitglieder konnten von den Anwesenden nicht geteilt werden und führten teilweise zu kollektivem Kopfschütteln.

So reicht es der CDU-Fraktion anscheinend nicht aus, dass von der Verwaltung die Nebenkosten der Vereinshäuser der vergangenen drei Jahre ausgewertet wurden, um einen Anhaltswert zu bekommen, welche jährlichen Kosten der 50%-ige Zuschuss hierzu verursachen würde.
"Hier benötigen wir genauere Zahlen, um dies entscheiden zu können" hieß es.

Bereits im Vorfeld der Ratssitzung war von CDU-Ratsmitgliedern geäußert worden, dass die Vereine dann ja gar keinen Anreiz mehr haben, z.B. Energie zu sparen, wenn sie ja ohnehin 50% von der Gemeinde bekommen. Eine unhaltbare Unterstellung, die natürlich bei den Vereinsvertreten auf Unverständnis stieß.

Auch die Tatsache, dass zukünftig der jährliche Pauschalzuschuss auf gesondert zu beantragende Investitionszuschüsse, z.B. Materialkosten bei Baumaßnahmen, angerechnet wird, stellt eine Benachteiligung der Diepenauer Vereine gegenüber den Uchter und Warmser Vereinen dar.

Die SPD und ihr Fraktionsvorsitzender Jens Engelking versuchten mehrfach mit schlüssigen Argumenten, die CDU-Ratsmitglieder zur Zustimmung zu ihrem Antrag zu überzeugen - leider ohne Erfolg...

In folgenden Punkten wurde die Richtlinie zum Nachteil der Diepenauer Vereine geändert:

-Bewirtschaftungskosten werden nicht übernommen
-bei beantragten Baukosten- und Anschaffungszuschüssen wird die Grundförderung angerechnet.

Somit bleibt nichts anderes über als ein Jahr abzuwarten. Dann wird die SPD einen erneuten Anlauf nehmen, um endlich eine Gleichbehandlung der Diepenauer Vereine zu erreichen.

In der Hoffnung, dass dann die geforderten "genaueren Zahlen" vorliegen, so dass auch die CDU einer "gerechten" Vereinsförderrichtlinie im Flecken Diepenau zustimmen kann.

 

 


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