Informationen über Brenntage

 

Am 31. März 2014 ist die alte Brenntagverordnung automatisch ausgelaufen, dies wurde schon im Januar 2004 in der damals erlassenen Brennverordnung festgelegt. Seit März 2014 galt eine Übergangsregelung.

Mit der neuen Regelung soll das offene Verbrennen von z. B. pflanzlichen Abfällen oder Strauchschnitt von Hecken zum Zweck der Beseitigung geregelt werden. Hierdurch soll eine optimale Verwertung ermöglicht und die Gesundheit durch das Vermeiden von u. a. Feinstaub und anderen gesundheitsgefährdenden Stoffen durch die Verbrennung geregelt werden. Durch Geruchs- und Rauchentwicklung kam es zu vielen Beschwerden aus der Bevölkerung. Die alte Brenntageverordnung ist nicht mehr mit den europa- und bundesrechtlichen Regelungen zu vereinbaren. Am 13.01.2015 hat das Landeskabinett nun eine neue Pflanzenabfallverordnung verabschiedet.

 

Alternative Entsorgungsmöglichkeiten zum Verbrennen für pflanzliche Abfälle oder Strauchschnitt sind:

• Schreddern und verteilen auf dem Acker oder unter den Pflanzen.
• Strauchsammlungen durch die Kommunen und Gemeinden.
• Für kleinere Abfallmengen kann die Biotonne genutzt werden.

In bestimmten Fällen kann eine Genehmigung für das Verbrennen beantragt werden:
• Bei Pilz- oder Schädlingsbefall sollte der Grünschnitt direkt vor Ort verbrannt werden, dies muss   vorher bei der Behörde beantragt werden. Die Genehmigung kann durch Auflagen begleitet werden.
• Für pflanzliche Abfälle, die bei forstwirtschaftlicher Nutzung entstehen, kann dies aus Gründen des Forstschutzes oder aus kulturtechnischen Gründen genehmigt werden.
• Wenn die Strecke zur nächsten Entsorgungsstelle unzumutbar ist, kann auch hier eine Genehmigung erteilt werden.

 

Eine Evaluierung 2009 – 2012 durch das Umweltministerium hat ergeben, dass die Nutzung der Brenntage zurückgeht. Viele Städte und Kommunen in Niedersachsen gaben an, dass kein Bedarf für Brenntage mehr besteht.


Die Brauchtumsfeuer, zu denen auch das Osterfeuer zählt, fallen nicht unter diese Pflanzenabfallverordnung. Das bedeutet, dass diese natürlich weiterhin stattfinden dürfen. Hierbei müssen jedoch die kommunalen Regelungen beachtet werden. In einigen Regionen bedürfen diese einer Genehmigung und damit verbundenen Auflagen. Auch ein Lagerfeuer mit gut abgelagertem Holz fällt nicht unter diese Verordnung, diese müssen auch nicht bei der Kommune angemeldet werden. Dem geselligen Beisammensein am Feuer mit Stockbrot steht diese Verordnung nicht im Weg.

 

Quelle: MdL Grant Hendrk Tonne, 26.03.2015

 

 


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