Der ländliche Raum und ein Auto für jeden, das ist zurzeit die Normalität. Wir fordern einen flexiblen und schnellen Nahverkehr, damit wir in Zukunft klimafreundlicher leben können. Unsere Jugendlichen müssen gute Anbindungen an die umliegenden weiterführenden Schulen zu angemessenen Preisen haben, egal ob innerhalb oder außerhalb von Niedersachsen.

Unsere Kreisstadt muss erreichbar sein

Nienburg ist Berufsschulstandort für unsere Schülerinnen und Schüler, auch mit der Möglichkeit das Fachabi oder Abitur zu machen. Dort finden Sprachkurse für Geflüchtete statt, die VHS bietet Abendschule an. Aber von Uchte dauert die Busverbindung über eine Stunde bis nach Nienburg. Das ist nicht zumutbar und zwingt viele doch wieder in das Auto. Wir brauchen hier flexiblere Lösungen. Insbesondere die Dörfer müssen zu jeder Zeit erreichbar sein. Deshalb brauchen wir Schnellbusse für die langen Entfernungen und wir müssen das Anrufsammeltaxi mit der VLN vernetzen.

Eine direkte Anbindung an unsere westfälischen Städte

Viele unserer Schülerinnen und Schüler gehen nach der 10. Klasse nach Minden oder Lübbecke, um einen höheren Schulabschluss zu erlangen oder um dort die Berufsschule zu besuchen. Ohne Auto geht hier gar nichts, die SuS sind auf Fahrgemeinschaften angewiesen. Das wollen wir ändern. Wir müssen in den Austausch mit den Städten gehen und eine direkte Verbindung ohne lange Wartezeiten fordern. Denn unsere SuS füllen deren Schulen. Außerdem brauchen wir eine vernünftige Anbindung an die Bahnhöfe in Minden und Rahden, wichtig für Studierende und Fernreisende.

On Demand mit ÖPNV vernetzen

On demand bedeutet Mobilitätsangebote auf Bestellung, ähnlich wie das Anrufsammeltaxi. Wir brauchen genau solche innovativen Lösungen, um unsere Dörfer auch ohne Auto erreichbar zu machen. Dazu gehört eine gut funktionierende Plattform, um günstigere Routen zu berechnen und weiteren Fahrgästen die Mitfahrt zu ermöglichen. Zudem setzt dies voraus, dass diese Mobilitätsangebote gut mit dem öffentlichen Busverkehr vernetzt ist. Nur wenn wir solche Lösungen schaffen, benötigen wir nicht mehr ein Auto für jeden Bewohner auf dem Dorf.

Das 1€ Ticket für unsere Schülerinnen und Schüler

Damit Bildung für jeden bezahlbar ist, brauchen wir das 1€ Ticket für unsere Oberstufenschülerinnen und Schüler bzw. die Berufsschülerinnen und -schüler. Es darf keine finanzielle Frage sein, ob die Jugendlichen noch weiter zur Schule gehen. Auch die schulischen Berufsausbildungen, wie z.B. Erzieher, müssen finanziert werden. Das 1€ Ticket ist eine Forderung der Jusos vor zwei Jahren, der wir uns gerne anschließen. Gerade im ländlichen Raum brauchen wir für unsere jungen Leute finanzierbare Lösungen für den ÖPNV, damit unsere Jugendlichen nicht von Bildung und Kultur abgeschnitten sind.

Wir brauchen neue flexible Lösungen

Rund um die Samtgemeinde liegen die Städte, wo es sowohl weiterführende schulische wie auch kulturelle Angebote oder Bahnhöfe gibt. Nur wenn wir es hinbekommen, bezahlbare, schnelle und flexible Verbindungen zu schaffen, können wir in Zukunft auch auf dem Land mit weniger Autos auskommen und klimafreundlicher leben.


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